Vorsicht Giftlorchel

Vorsicht Giftlorchel

Vor 50 Jahren habe ich die „Speiselorchel“ noch in einer Kneipe in der Lausitz als Lorchelsuppe gegessen. Mir ist dank der speziellen Vorbereitung: Trocknen, aufkochen und das Kochwasser weggießen, nichts passiert. Die Suppe hat köstlich geschmeckt, trotzdem das Gyromitrin und andere Stoffe weitgehend vernichtet waren, hat sie noch einen ganz speziellen Geschmack. Auch hier im Norden an der Küste wurde die Lorchel in Kneipen angeboten.

Ich habe mir von dem reichlichen Angebot fünf Stück getrocknet. Mal sehen...

Aber Vorsicht! - Durch den Verzehr des Pilzes können starke oder sogar tödliche Vergiftungen entstehen. Es treten Schädigungen der Leber, Funktionsstörungen der Nieren, eine Zersetzung der roten Blutkörperchen und Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems auf. Wenn die Lorchel nicht richtig vorbereitet wird...
 

Giftlorchel kann zudem mit der Speisemorchel verwechselt werden.

Hirnartig gewunden schaut die Lorchel aus dem Moos. Auf den ersten Blick sieht man nur den Hut, der neben braunen auch rötliche Töne aufweist. Ihr Stiel ist meist mit dem Rand verwachsen, das Ganze hohl, aber mit vielen Kammern. Die Speisemorchel dagegen ist oberflächlich mehrfach grubig und hat einen geschlossenen Hohlraum.

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